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Frauenfußball-Testspiel: F.F.C. Gera – Hallescher FC 2:10 (0:6)




Foto: "Ralf"

(Oliver Möckel) Das Spiel ging gründlich daneben! Gegen den Regionalliga-Vertreter HFC aus Halle bekamen die F.F.C.-Frauen mehr als deutlich aufgezeigt, dass man noch lange nicht da ist, wo man hin will.

Nachdem schon der Sonnabend beim Festival „Alle Tassen im Schrank“ keine Offenbarung war (hier aber wegen der fehlenden Zuschauer-Resonanz) ging der Sonntag noch desaströser in die Hose.

Gegen wie aus einem Guss spielende Hallenserinnen sahen die Geraerinnen teilweise nicht einmal den Zipfel eines Landstriches.

Der Gast spielte Fußball so, wie er sein soll: schnell, direkt und mit viel Laufarbeit, auch ohne Ball.



Hinzu kamen Ballsicherheit und Abgeklärtheit. Die Heimmannschaft lief meist nur hinterher und fand gegen das teilweise perfekt dargebotene 4-4-2 des Gastes kein Mittel.

Das deutliche Halbzeit-Resultat von 0:6 war daher auch mehr als berechtigt, trotz zweier F.F.C.-Hundertprozenter von Marie Preller (33.) und Brina Herold (41.), die aber ausgelassen wurden. Gera agierte zu harmlos und teilweise auch hilflos gegen einen HFC, der in Hälfte Eins eine Nummer zu groß war.

Große Dramatik gleich nach Wiederanpfiff: Halle erzielt in der 47. das 0:7, kassiert aber gleich nach dem Tor-Anstoß postwendend das 1:7 (47.), als Janine Bludau nach einem herrlichen Anspiel gen Torfrau Röder stürmt und abgezockt einschlenzt. Erneuter Anpfiff, Pass, Tor zum 1:8 (48.): Halle antwortet prompt und stellt den alten Abstand wieder her.


Eine deftige Testspielniederlage müssen die Frauen des F.F.C. gegen die Halleschen Kickerinnen quittieren. (Foto: "Ralf")


In den folgenden zehn Minuten enteilten die Gäste auf 1:10, ohne sich ein Bein auszureißen. Die mittlerweile besser spielenden Platzdamen taten zwar mehr nach vorn, brachten den Regionalligisten damit aber kaum in Verlegenheit.

Erst Marie Preller nutzte in der 72. Minute einen totalen Stromausfall in der HFC-Hintermannschaft zu ihrem Tor, als sie sich den Ball nach einem Missverständnis schnappt, ein 20-Meter-Solo hinlegt, die Torfrau ausspielt und einschiebt.

Trotz dieses Trostpflasters muss man die Leistung in diesem Vorbereitungsspiel in der Kategorie „ungenügend“ einordnen. Natürlich hängt man im Vorbereitungsplan hinterher; man trainiert erst seit einer Woche wieder mit dem Ball und hat auch das Grundlagen-Training noch nicht abgeschlossen. Fakt ist aber, dass man sich auch gegen einen höherklassigen Gegner mehr wehren muss.

Es war eine Standortbestimmung, nicht mehr und nicht weniger. Die Trauben hängen (noch) sehr hoch. Will man sich laben, muss man sich strecken. Daraus gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen und auch umzusetzen.

 

F.F.C. Gera: Heimer - S. Steppe, Förster, K. Steppe, Seiler, Preller, Friedrich, Herold (MK), Werner, Gruschwitz, Bludau (Kliemank, Kremke)

Hallescher FC: Richter (Röder) - Beinroth (MK), Kollek, Berger, Pilz, Blume, Luther, Penner, Nöller, Freund, Kieper (Wündsch, Kullmann, Groß)

Tore: 0:1 Saskia Freund (4.); 0:2 Sarah Luther (8.); 0:3 Jasmin Berger (26.); 0:4 Lisa Penner (29.); 0:5 Carolin Kieper (35.); 0:6 Jasmin Berger (39.); 0:7 Anja Beinroth (47.); 1:7 Janine Bludau (47.); 1:8 Carolin Wündsch (48.); 1:9 Anja Beinroth (54.); 1:10 Jasmin Berger (58.); 2:10 Marie Preller (72.);


Schiedsrichter: Mirko Geidel (Gera)


Zuschauer:
21





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